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Samstag, 13. Januar 2018

Castlefest-Nachlese 2017: Tag 2, Samstag

Am Samstag mussten wir uns mit dem Frühstück für unsere Castlefest-Verhältnisse richtig beeilen, da schon um 11 Uhr, also quasi am frühen Morgen, der erste Punkt auf dem Programm stand, den wir keinesfalls verpassen wollten: La Horde veranstalteten ihre Breakfast Pyjama Party!

Schon als La Horde das letzte Mal das Castlefest beehrten, zählte die von ihnen veranstaltete Kissenschlacht zu einem der Highlight des Festivals. In diesem Jahr setzten die sympathischen Belgier dann aber noch einen drauf. Besucher des morgendlichen Konzertes konnten sich bei der Band kostenlos mit Kaffee, Kakao und Gebäck versorgen lassen. Kissen für die Kissenschlacht waren am Merchstand zu leihen, viele hatten aber auch in weiser Voraussicht eigenes Material für die bevorstehende Schlacht mitgebracht. Pünktlich um 11 Uhr betrat dann ein verschlafener Ansager im Pyjama die Bühne und kündigte die Band an. Diese betraten dann - natürlich ebenfalls in Schlafanzügen - die Bühne, und los ging der Spaß. Mit viel Humor und tatkräftiger, zurecht viel bejubelter Unterstützung durch einen großartigen Poledancer, Anheizer, Merch-Präsentator und noch-so-vieles-mehr wurde das ganze ein riesiges Vergnügen mit einer krönenden Riesen-Kissenschlacht.

Kurz vor der Kissenschlacht bei La Horde

Ebenfalls eine Band, die ich mir niemals entgehen lassen würde, waren Rastaban, die wir uns am frühen Nachmittag auf der Village Stage anschauten. Die Belgier zählen zu den Bands, die uns seit unserem ersten Castlefest begleiten und die einfach immer wieder für gute Stimmung sorgen. Das war auch in diesem Jahr nicht anders, obwohl sich auch ein bisschen Wehmut in den sonst so fröhlichen Auftritt mischte, verabschiedete sich doch auf diesem Castlefest Stéphan, der charismatische und grundsympathische Geiger der Band, der die Konzerte mit seiner energiegeladenen Art stets bereichert hatte, als Mitglied von Rastaban. Er wird eindeutig eine Lücke im Bandgefüge hinterlassen.

Rastaban

Gleich nach dem Auftritt ging es dann auf zur Hauptbühne. Einerseits standen wieder Emian auf dem Programm, andererseits wurde es auch schon Zeit, sich einen Platz für das Ritual zu sichern. Wir fanden unseren am linken Rand der Bühne, wo man, je nach Blickrichtung, das Bühnenprogramm oder den Platz mit dem Wickerman im Blick hatte. Das war ein besserer Platz, als wir vorher zu hoffen gewagt hatten, da wir nicht den halben Tag mit Warten und Plätze-sichern verbringen wollten.

Das Warten auf das Ritual ist mir in diesem Jahr gut in Erinnerung geblieben. Es war eigentlich sehr gemütlich in unserer Ecke, wir waren mit leckeren Schokomuffins bestens versorgt und hatten um uns herum sehr nette und aufgeschlossene Menschen stehen, so dass die Zeit ziemlich schnell verging. Kurz vor Beginn passierte dann das, was uns bisher immer verschont hatte: es kam Wind auf, die Temperatur fiel, dunkle Wolken rasten heran. Es folgte ein Wolkenbruch wie er im Buche steht. Der Beginn der Zeremonie musste verschoben werden, stattdessen wurde von der Bühne Musik gespielt, alte Castlefest-Sampler-Beiträge. Die Stimmung im Publikum stieg scheinbar mit jedem Regentropfen. Die Leute tanzten, schrien, lachten. Einander fremde Menschen teilten sich die wenigen mitgebrachten Regenschirme. Wer keinen Schirm ergattern konnte, zog sich stattdessen aus und ließ den Regen lieber die Haut durchnässen. Es war ein seltsam intensives Erlebnis, welches die ganze Atmosphäre des Rituals ergriff und veränderte. Als die Verbrennung des Wickerman schließlich begann, waren die Leute in Hochstimmung, der Jubel, als die Flammen Besitz vom Wicker ergriffen, schien lauter denn je. Es war ein ungewöhnliches Ritual, das mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird.


Nach dem Ritual den Hauptplatz zu verlassen, ist immer eine Aufgabe für sich, aber es gelang uns recht gut. Nun standen an diesem Tag noch zwei Programmpunkte auf dem Plan, die zu den von mir besonders heiß erwarteten zählten. Das war zunächst einmal der Auftritt von RAN und Martine Kraft auf der Folk Stage, der dann auch wirklich wunderschön wurde. Das Konzert war gewissermaßen geteilt, den ersten Teil bestritt Sängerin Kaat Geevers. Zu hören gab es da die Lieder von LEAF - ein Projekt, welches in dieser Form ja leider der Vergangenheit angehört. In der Mitte des Sets übernahm dann die Norwegerin Martine Kraft. Obwohl beide Musikerinnen sich klanglich klar voneinander unterschieden, passten die beiden Teile des Konzerts doch gut zusammen. Es war ein ungewöhnliches Konzept, welches hier sehr gut umgesetzt wurde und uns bis zum Ende des Auftritts an der Bühne hielt.

RAN

Unmittelbar nach dem Konzert eilten dann alle - die Musiker inklusive - zur Forest Stage. Dort fand nämlich das wohl am heißesten ersehnte Konzert des Festivals statt. Schon den ganzen Tag hatte man die Leute flüstern hören, dass da wohl etwas ziemlich spannendes passieren müsse am Abend, beim allerersten Auftritt von Heilung. Der Bandname war wirklich in aller Munde, obwohl ja niemand so genau wusste, was einen erwarten würde. Das Album "Ofnir" war zwar schon lange veröffentlicht, aber eine Liveumsetzung dieses ungewöhnlichen Projektes weckte allerorts Neugierde. Was uns dann schließlich auf der Bühne erwartete, übertraf selbst meine kühnsten Vorstellungen. Dieser Auftritt war weit mehr als ein einfaches Konzert, das war ein Gesamtkunstwerk! Heilung erschufen auf der Bühne eine regelrechte Parallelwelt, die ihre ohnehin faszinierende Musik perfekt in Szene setzte. Man konnte den Blick gar nicht abwenden und der Auftritt schien wie im Traum viel zu schnell an einem vorbeizuziehen. Der Merchstand der Band wurde nach dem Konzert schier überrannt. Ich frage mich, ob es dort am Ende auch nur noch ein einziges T-Shirt in welcher Größe auch immer zu finden gab. In jedem Fall war das halbe Festival am Sonntag in Heilung-Shirts unterwegs. Sollte ich jemals eine Liste der besten Konzerte meines Lebens erstellen, wird dieses hier jedenfalls ganz, ganz oben mit dabei sein.


Ziemlich aufgekratzt machten wir uns nach diesem erlebnisreichen Tag auf den Weg zurück in unser Bed & Breakfast. Nun blieb also tatsächlich wieder nur noch ein Tag auf dem schönsten Festival der Welt...

Mittwoch, 3. Februar 2016

Neues Video: L.E.A.F - Vinda

Irgendwie bin ich momentan ein wenig blogfaul, allerdings war im vergangenen Monat auch einfach nicht allzu viel los, was meine Motivation hätte beflügeln können. Wenige Unternehmungen, viel grau, Winter von seiner unerfreulichsten Seite. Alles sieht aber danach aus, dass sich das im Februar endlich wieder ändert - zumindest habe ich große Pläne. :D

Nun aber zum Thema dieses Beitrags. Ich hatte ja in meinem Post zum letzten L.E.A.F-Video "Suurin" bereits angekündigt, dass noch ein weiteres optisches (und natürlich auch akustisches) Meisterwerk des Nordic Folk Projektes zu erwarten sein. Und am Sonntag war es dann auch endlich so weit.

Das zweite L.E.A.F-Video entstand zum norwegischen Song "Vinda". Sängerin Kaat / Kati bekommt hier musikalische Unterstützung von Jaqueline von Helisir.

"Vinda" findet sich auch auf dem Album "Lys" (ich bleib dabei: Rezension folgt bald), dort allerdings mit Unterstützung von Maria Franz (Euzen), von der auch der wunderschöne Text stammt.

Viel Spaß mit dem Video!


Sonntag, 24. Januar 2016

Neues Video: L.E.A.F - Suurin

Einen wunderschönen Sonntagabend alle miteinander! Eigentlich bin ich heute nach einem großartigen Konzertabend gestern (mehr dazu später) einfach nur müde und wollte darum gar nichts bloggen, doch dann kam doch tatsächlich mal wieder ein neues Musikvideo um die Ecke, welches viel zu schön ist, um hier nicht sofort geteilt zu werden.

L.E.A.F, das Nordic Folk Projekt von Kaat Geevers, hat heute nämlich sein erstes Musikvideo veröffentlicht. Es handelt sich um ein Video zum finnischen Song "Suurin" vom Ende 2015 erschienenen ersten Album "Lys". Es ist das erste von zwei Videos, die bis zum nächsten Neumond veröffentlicht werden sollen.

Ich wünsche viel Vergnügen mit dem Video und freue mich persönlich schon sehr auf das Zweite:


Dienstag, 5. Januar 2016

Meine Musik des Jahres 2015

Guten Tag allerseits! Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich in diesem neuen Jahr die Zeit gefunden habe, mich hier einmal wieder zu Wort zu melden. Trotzdem möchte ich euch allen noch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass ihr gut reingerutscht seid.

Bei mir war Silvester selbst eher unspektakulär, ich war zu Hause und habe versucht, meine kleine Katze zu trösten. Für Tiere ist dieses Fest einfach die Hölle.

Nun ist es also Zeit für meinen jährlichen musikalischen Rückblick. Ich habe lange überlegt, ob ich sowas für 2015 wirklich wieder machen soll, habe ich doch im letzten Durchgang fast das ganze Jahr benötigt, um alle angedachten Rezensionen zu veröffentlichen. Doch da pure Vernunft bekanntlich niemals siegen darf und 2015 musikalisch ein wirklich sehr produktives Jahr für viele Künstler meiner Szene war: hier ist sie, meine Liste mit der besten Musik 2015. :D


Die Favoriten:




Heilung - Oefnir


Omnia - Naked Harp

Rastaban - Arise

Seed - Portal To Elfland

Versengold - Zeitlos



Weiterhin erwähnenswert:

Die Irrlichter - Rauhnächte

Korpiklaani - Noita

Leaves' Eyes - King of Kings

Mr. Hurley & die Pulveraffen - Voodoo

Nachtgeschrei - Staub und Schatten

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist ohne Strom und Stecker

Versengold - Live

Vogelfrey - Sturm und Klang

Vroudenspil - Fauler Zauber

V/A - Herbstmond


Für die Alben von meiner Favoritenliste werde ich in jedem Fall Rezensionen schreiben und diese hier verlinken, bei denen von der zweiten Liste werde ich es ganz nach Lust und Laune halten. Es sollte mich fast schon wundern, wenn ich es bei allen schaffe. :D

Bevor ich mich aber den Alben widme, steht noch ein letzter Konzertbericht vom Phantastischen Mittelalter Lichter Weihnachtsmarkt aus. Mit etwas Glück kommt dieser noch heute.

Montag, 10. August 2015

Castlefest Nachbericht Teil 3: Der Samstag musikalisch

Natürlich schafften wir es nicht, am Samstag schon um 10 Uhr auf dem Gelände zu sein. Das hätte aber auch keiner von uns wirklich erwartet. Tatsächlich mussten wir uns am Ende noch ziemlich beeilen, um rechtzeitig um 12 Uhr vor der Village Stage zu sein.

Dort spielten LEAF ihr einziges Konzert an diesem Castlefest-Wochenende. Und so ziemlich nichts auf der Welt hätte mich dazu gebracht, das zu verpassen, denn obwohl ich die Band schon seit einigen Jahren kenne und mag, hat es einfach nie geklappt, sie live zu sehen. Es war manchmal kurz davor, aber irgendwas kam dann doch dazwischen. Egal, das ist ja nun Vergangenheit. ^^

Gleich zu Beginn erwartete die Besucher die Ankündigung, dass sie gleich nicht nur LEAF, sondern auch noch Seed sehen würden. Das war für mich eine nette Überraschung. Aber los ging es jedenfalls mit LEAF, die neben Songs ihrer EP auch einiges von ihrem kommenden Album "Innri" vorstellten, welches leider ganz knapp zu spät fertig wurde, um beim Castlefest vorzuliegen. Das alles klang sehr vielversprechend und hat richtig meine Vorfreude auf das Album geweckt. Sängerin Kaat hat in der näheren Vergangenheit viel mit den Norwegern von Wardruna zusammengearbeitet - ein Einfluss, der bei den neuen Stücken durchaus hörbar war und sehr spannend klang.
Kaat von LEAF

Irgendwann verließ Kaat dann die Bühne und Seed begannen ihr Set. Im Gegensatz zu LEAF hatte ich diese bereits einmal live gesehen. Seitdem hatte sich aber auch bei ihnen einiges getan und sie hatten mit "Portal To Elfland" ein eigenes Album mit im Gepäck. Es wurde meine zweite musikalische Neuanschaffung dieses Wochenendes. Seed konnten mich nämlich auf ganzer Linie überzeugen mit ihrem Pagan Folk, der mal ruhig, mal heiter daherkam und Geschichten zu erzählen wusste, seien sie nun mit oder ohne Text.
Lars von Seed
 
Eine Pause war uns danach nicht vergönnt. Auf dem Weg zur großen Bühne blieben wir für ein paar Minuten an der Folk Stage hängen. Dort wurde ziemlich ausgelassen zu den Klängen von Omdulö getanzt, die sich dazu auch wirklich anboten. Für mich wurde die Band die persönliche musikalische Neuentdeckung des Festivals schlechthin und ich bedauere es sehr, dass es uns nicht gelang, ein ganzes Set anzusehen sondern nur dieses Bruchstück. Immerhin konnte ich am Sonntag beim Miroque-Stand noch eine CD der Band entdecken und mit nach Hause nehmen...
Florian von Omdulö

Irgendwann erreichten wir jedenfalls tatsächlich noch die Forest Stage, wo sich Trobar de Morte die Ehre gaben. Es war ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick, Lady Morte einmal in Weiß zu sehen, kennt man die Band sonst doch eher in Tiefschwarz. :D
Daimoniel von Trobar de Morte

Im Anschluss hatten wir endlich einmal ein bisschen Zeit, um über das Gelände zu schlendern und uns all die schönen Dinge, die von den Händlern verkauft wurden anzusehen. Wer genug Geld hat, bekommt auf dem Castlefest wirklich alles, wonach sein Herz verlangen könnte. Mangafans kommen genauso auf ihre Kosten wie Steampunker und die Auswahl an Klamotten für LARP, Mittelalter, Gothic und natürlich Pagan Folk ist wirklich riesig. Da sich die Festivalsaison zu dieser Zeit auch schon langsam ihrem Ende zuneigt, findet man auch an vielen Ständen schon einen Ausverkauf. Mein Favorit diesbezüglich ist Lila Pixie, auch wenn dort in diesem Jahr leider ausnahmsweise mal keiner von uns fündig wurde.

Im Musikprogramm ließen wir uns dann ein bisschen hin und her treiben. Erst gab es nochmal ein bisschen Rastaban, dann statteten wir Stille Volk einen kurzen Besuch ab. Diese wussten uns aber beide nicht so recht zu überzeugen, weswegen wir uns zurück zur Hauptbühne treiben ließen - um doch ganz knapp die große Kissenschlacht von La Horde zu verpassen.

Trotzdem blieben wir da, denn La Horde waren wieder einmal großartig. Es gab eine Wall of Hugs und ich schloss mich einem riesigen Tanzkreis an, was ein Heidenspaß war. :D
Ein richtiges Highlight bei La Horde war auch wieder die Präsentation des Merchandisings. Die Band verkauft nämlich nicht nur schnöde T-Shirts, nein. Sie verkaufen Panties mit La Horde-Aufdruck. Und sie lieben es, diese auf der Bühne zu präsentieren. Oder präsentieren zu lassen. Oder auch einfach nur zu erwähnen, dass es sie gibt.
"We have panties!" - La Horde

Nach La Horde hatten wir wieder kein richtiges Ziel, dafür aber Hunger. Die Nahrungssuche führte uns zur Meadow Stage, wo The Frying Dutchman (Ich liebe diesen Namen. Wirklich! xD) Hamburger verkaufte. Für wen das jetzt öde und ordinär klingt: kein aufgetautes Halbfertigzeugs, sondern gut gewürzte, aus biologischem Fleisch gemachte Hamburger mit selbst gemachter Sauce und richtig gutem Burgerbrötchen. Ich kriege gerade beim Schreiben Hunger, wenn ich daran denke. :D

Wo wir dann schon einmal da waren, blieben wir auch noch eine Weile beim Konzert von Triskilian, bevor es dann höchste Zeit wurde, sich einen Platz zu sichern für den wichtigsten Programmpunkt auf dem Castlefest...

Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 7. Mai 2014

Albumvorstellung: Folk For The People

Heute möchte ich, quasi als Eröffnung der neuen Rubrik "Albumvorstellung", ein ganz besonderes musikalisches Projekt vorstellen. Das Album trägt den Namen "Folk For The People" und kann einzig als digitales Album über Bandcamp erworben werden. Obwohl ich normalerweise ein großer Freund physischer Tonträger bin, ob nun auf CD oder ganz klassisch auf Vinyl, soll dieses Projekt hier nicht unerwähnt bleiben, und das aus gutem Grund.

Bei "Folk For The People" handelt es sich um eine Compilation, zu der 35 internationale Folkbands beigetragen haben. Einige Bands, insbesondere von denen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien, waren mir vor Erwerb der Compilation schon bekannt, die meisten jedoch überhaupt nicht. Es sei aber so viel gesagt: Auf dem Album verbergen sich einige Perlen, die darauf warten, entdeckt zu werden!

Mit Faun und The Dolmen haben zwei Bands einen Beitrag geleistet, die beispielsweise den Besuchern des Mittelalterlich Phanatsie Spectaculums nicht fremd sein dürften. Freunden niederländischer Folkmusik dürften unter anderem Bands wie LEAF, Sowulo oder Kelten Zonder Grenzen ein freudiges "Oh!" entlocken und wer je die Gelegenheit hatte, die Belgier von Rastaban live zu sehen, der dürfte auch mit diesem Namen gute Erinnerungen verbinden.

Neben diesen vielleicht dem Einen oder Anderem bekannten Namen finden sich auf der Compilation zahlreiche osteuropäische Bands, vorrangig aus der Ukraine. Und das ist auch kein Wunder, betrachtet man die Geschichte des Albums: Bei "Folk For The People" handelt es sich nämlich um eine Benefiz-Compilation für die Opfer der Repression in der Ukraine. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Compilation fließen an die Organisation EuromaidanSOS. Bisher sind so schon um die 2500 Euro zusammengekommen.

Ins Leben gefrufen wurde die Aktion von Mich Rozek, dem Drummer der belgischen Gruppe Rastaban, die ebenfalls auf dem Album vertreten ist. Er hat selber ukrainische Vorfahren und die Aktion vor dem Hintergrund der Unruhen in Kiew innerhalb kürzester Zeit aufgebaut, um den Opfern der Gewalt dort zu helfen.

Wer sich entscheidet, die Compilation zu kaufen und herunterzuladen, bekommt für nur 10 Euro (oder natürlich mehr, wenn er oder sie eine größere Spende machen möchte) eine ausgezeichnete Folk-Compilation mit mehr als 3 Stunden Musik. Dabei gibt es allerhand zu entdecken, auf das man zufällig vermutlich nie gestoßen wäre - und man leistet einen kleinen Beitrag zur Hilfe. Wenn das mal kein guter Deal ist!