Donnerstag, 26. Juli 2018

CD-Vorstellung: Corvus Corax - Skál

Wie wohl unschwer zu erkennen ist, hat dieser Blog im Moment mehr oder weniger Hitzefrei - mir und meinem PC ist es einfach zu heiß. Ganz untätig konnte ich dann aber auch wieder nicht sein, als sich mir die Möglichkeit bot, das neue Album der Spielleute von Corvus Corax zu rezensieren. Immer diese Versuchungen! :P

Also unterbreche ich nun meine ohnehin inoffizielle Sommerpause für die Ankündigung, dass mein Review zu "Skál" von Corvus Corax nun auf der gerade erst wieder online gegangenen Seite von jarwinbenadar.de zu finden ist. Ihr findet das Review hier:


Zum Song "Hugin & Munin" hat die Band im Übrigen auch ein sehr schönes Video veröffentlicht, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:


In diesem Sinne: genießt den Sommer, und wenn die Hitzewelle mal abklingt, geht es hier auch wieder deutlich aktiver weiter - versprochen. ;)

Donnerstag, 5. Juli 2018

Mittelalterlich in den Mai starten - das MPS in Dortmund

Es ist kaum zu übersehen: dieser Blog hat eine kleine Pause gemacht. Grund dafür war zum einen das Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai, die mich wie wohl auch viele andere Blogger gründlich verunsichert hat. Auch jetzt ist noch so vieles unklar, aber ich möchte dieses Hobby einfach nicht aufgeben, also geht es ab heute weiter. Zum anderen halten mich im Moment aber auch die anhaltende Hitzewelle sowie ein Rückenproblem von längeren Aufenthalten am PC ab, also werde ich das Ganze wohl auch jetzt etwas langsamer angehen.

Nun aber weiter da, wo ich vor etwas über einem Monat stehen geblieben war und damit zu ein paar Worten zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Dortmund. Dieses wollte ich eigentlich nur an einem Tag besuchen. Da sich meine Freunde jedoch nicht für einen Tag entscheiden konnten und somit zum Teil am Montag und zum Teil am Dienstag kamen, ich jedoch auf keinen verzichten wollte, wurden spontan doch zwei Tage draus.

Montag gab es ein ziemlich gutes Musikprogramm ganz nach meinem Geschmack. Da wäre zum einen die sympathische Gruppe Faey, die mit ihren fröhlichen Folk-Pop Stücken gute Laune auf dem MPS verbreitete. Neben Eigenkompositionen ihrer zwei Alben "Golden Apples" und "Honey & Cinnamon" hatte sich an diesem Tag auch eine interessante Coverversion von Ed Sheerans "Galway Girl" in das Programm geschlichen, welches vom Publikum ebenfalls gut aufgenommen wurde.

Andi von Faey

Auch Waldkauz beehrten an diesem Tag das MPS mit einem großartigen Konzert am frühen Abend. Die Pagan Folk Musik der noch recht jungen Band hat auf dem MPS mittlerweile eine große Fangemeinde, sodass sich auch dieses Mal schnell eine große, tanzfreudige Meute vor der Bühne einfand.

Niklas von Waldkauz und der Hut von Niel - war dies eine Entführung? :P

Für mich dieses Mal wie auch sonst immer ein Highlight war dann der abendliche Auftritt von Faun. Was kann es schöneres geben, als mit seiner langjährigen Lieblingsband an einem lauen Frühlingsabend in den Mai zu tanzen? Die Band wirkte ebenfalls gut gelaunt und spielfreudig und Stephans Ansage zum wohl thematisch passendsten Lied des Abends ("Walpurgisnacht") trieb einem vor Lachen fast schon Tränen in die Augen.


Nach diesem wunderschönen Konzert ging für mich dann auch schon der erste Tag auf dem MPS zu Ende. Da die Jahreskarte und damit auch das Campen auf dem Gelände für mich mittlerweile finanziell untragbar geworden sind, hieß es nach Hause zu fahren.

An Ausschlafen war dann aber auch nicht zu denken, schließlich ging es am nächsten Tag schon wieder zurück vom heimatlichen Aachen nach Dortmund. Mit einer anderen Freundin gab es an diesem Tag Ye Banished Privateers und Cuélebre zu erleben. Besonders auf Letztere hatte ich mich schon lange gefreut, da ich sie bisher aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder verpasst und so letztlich trotz vieler potenzieller Chancen erst einmal zuvor gesehen hatte.

Cuélebre

Alles in allem hatte ich mal wieder zwei schöne Tage auf dem MPS, die es mich schon ein wenig bedauern ließen, dass ich die Veranstaltung in diesem Jahr kaum noch besuchen werde. Manchmal vermisse ich da schon die guten alten Zeiten, in denen wir fast jedes Wochenende mit dabei sein konnten.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Konzertbericht: INVSN in Essen

Eigentlich habe ich ja ganz gerne etwas Vorlauf für die Planung, wenn ich ein Konzert besuche. Doch als ich genau eine Woche vor der Veranstaltung plötzlich mitbekam, dass INVSN aus Schweden für einen Auftritt in Essen Halt machen wollten, war das plötzlich nebensächlich. Also: kurzentschlossen die Uni für den 23. April abgesagt und sich stattdessen ganz allein in einen Zug Richtung Ruhrgebiet gesetzt.

Das Venue war ziemlich schnell gefunden. Obwohl es auf der Karte irgendwie verwinkelt aussah, musste man vom Hauptbahnhof eigentlich nur etwas mehr als zehn Minuten geradeaus gehen. Das bekommen selbst Menschen mit meinem Orientierungssinn hin.

Der Club selbst, das Don't Panic, war mir gleich sympathisch. Da ich zu früh dran war und der Zugang zum Backyard Club, wo das Konzert stattfinden sollte, noch verschlossen war, bestellte ich mir etwas zu trinken und setzte mich mit meinem Buch (ich war halt allein ^^) an einen Tisch im vorderen Teil des Ladens, der einen Barbetrieb beherbergt. Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich, sodass ich mich drinnen durchaus wohl fühlte.

Der Einlass begann leider deutlich später als angekündigt, und entsprechend betrat auch der Support, die Duisburger von The Olgas, die Bühne erst kurz nach 20:30 Uhr, zog aber das volle Set durch. Entsprechend verschob sich auch der Konzertbeginn von INVSN von 21 Uhr nach hinten, ebenso das angekündigte arbeitnehmerfreundliche Ende der Veranstaltung gegen 22.30 Uhr. Und damit hatte sich auch mein Zug nach Hause erledigt. Der letzte seiner Art im Übrigen. Und mit ihm meine Laune während des Konzerts der Vorband. ^^

INVSN vermochten es, meine Laune in kürzester Zeit wieder herzustellen. Wer Sänger Dennis Lyxzén schon jemals auf einer Bühne erlebt hat weiß, dass man sich seiner Energie und Bühnenpräsenz unmöglich entziehen kann. Und auch die anderen Bandmitglieder stehen ihm da in nichts nach. Die Band spielte an dem Abend größtenteils Songs von ihrer gerade erschienenen EP "Forever Rejected" sowie dem Vorgängeralbum "The Beautiful Stories". Obwohl es ja Montagabend war, war der kleine Konzertraum richtig gut gefüllt und die Leute hatten sichtlich Bock auf den ziemlich spontan anberaumten Auftritt. Die Stimmung war von Anfang an gut und steigerte sich zusehends. Viel zu schnell ging das Ganze dann seinem Ende entgegen. Die Band ließ es sich jedoch nicht nehmen, für eine Zugabe noch einmal auf die Bühne zurückzukehren. Als sie schließlich das Set mit meinem absoluten Lieblingsstück "#61" beendeten war ich selig und wusste, dass ich diesen Ausflug nicht bereuen würde, was auch immer an dem Abend noch passieren sollte.

Drei Minuten nach meinem letzten Zug erreichte ich den Bahnhof (shit happens...). Doch ich hatte Glück im Unglück: eine Freundin in Münster, die am nächsten Tag zufällig frei hatte, nahm mich spontan für die Nacht bei sich auf, sodass ich nicht die halbe Nacht auf dem Bahnsteig in Aachen verbringen musste. Wobei ich gestehen muss: für INVSN hätte ich es gemacht (habe es faktisch sogar schonmal getan) und würde es auch jederzeit wieder auf mich nehmen! :P


Eröffnung der Marktsaison 2018 - der 10. Mittelaltermarkt in Ostercappeln-Venne

Neues Jahr, neue Mittelaltermarktsaison! Und diese fing am 21. April endlich mit dem 10. Mittelaltermarkt in Ostercappeln-Venne bei Osnabrück an.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Münster gestaltete sich dabei als recht langwierig, aber nicht unmöglich. Zwar dauerte die Busfahrt von Osnabrück bis nach Venne eine ganze Weile (knapp eine Dreiviertelstunde immerhin), aber sie bot ganz nebenbei quasi eine kleine Rundfahrt auf einem Teil der Straße der Megalithkultur, was ja durchaus nett war.

Der Bus spuckte meine Freundin und mich schließlich fast direkt vor den Toren des Mittelaltermarktes aus. Zeit für einen Rundgang blieb uns zunächst nicht, da wir zunächst die Bühne suchen wollten, auf der wenig später Obscuratis spielen sollten. Die Bühne war dann auch schnell gefunden, das Konzert ließ aber wegen einiger organisatorischer Schwierigkeiten doch noch eine Weile auf sich warten. Dann aber wurde es eine sehr schöne musikalische Eröffnung unserer Marktsaison.

Der eine oder andere wird es vielleicht schon mitbekommen: Obscuratis ist das Alter Ego von Reliquiae, wenn sie mit ihrem Marktset aus traditionellen Stücken und nicht mit ihren eigenen Songs auftreten. Entsprechend gab es also dudelsacklastige Marktmusik gespielt von sympathischen Menschen. Schöne Sache das!

Svea von Obscuratis

Im Anschluss an diesen ersten Auftritt fanden wir dann auch endlich die Zeit, uns den Markt einmal genauer anzusehen. Dieser hatte eine angenehme Größe und Weitläufigkeit. Außerdem gab es Stände, Heerlager und Programmpunkte, die man nicht überall zu sehen bekommt. So konnte man beispielsweise seine Fähigkeiten beim Rattenwerfen beweisen oder einer Hexenprobe beiwohnen. Die Heerlager waren liebevoll gestaltet und die Leute offen und freundlich, sodass man schnell ins Gespräch kommen konnte.

Eine Hexe wartet auf die Vollstreckung ihres Urteils

Auch an Essen und Trinken gab es eine große Auswahl. Wir entschieden uns im Laufe des Tages für ein mit Käse und Speck gefülltes Brot und das wohl unauthentischste Essen weit und breit: Kartoffelspalten mit Nacho-Analog-Käsesauce. Ungesund, nicht mittelalterlich, aber verdammt noch mal so lecker! xD

Neben Obscuratis schauten wir uns natürlich auch die anderen Bands an, unter anderem die ebenfalls super-sympathischen Des Wahnsinns Fette Beute. Außerde, gerieten wir durch Zufall mitten in ein heißes Gefecht zwischen Wikingern und Kindern.

Warten auf den Kinder-Ansturm

Wurde einem das Treiben mal zu bunt, gab es auch immer Orte, an die man sich zurückziehen konnte. So verbrachten wir einen entspannten Teil des Tages im Gras sitzend am Rande des Wassergrabens um die Museumsinsel, der zu Teilen den natürlichen Rahmen für den Markt bildete. Das Wetter war ausgezeichnet, hinter uns hörte man die Geräusche vom quirligen Markt und vor uns beobachteten wir mit einiger Hingebung die Fische.

Blick über den weitläufigen, entspannten Lagerteil des Marktes

Ganz bis zum Ende bleiben konnten wir aufgrund der langen Rückreise und der Busverbindung natürlich nicht, aber das machte eigentlich nichts. Es war insgesamt ein schöner Tag, wir haben viel gesehen und großen Spaß gehabt. Der Mittelaltermarkt zu Venne hat sich als richtig toller Markt erwiesen, den ich jederzeit gerne auch ein weiteres Mal besuchen würde.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Dies und Das: Von Katzen, Spatzen und Eurovision-Parties

Nachdem ich ja nun so lange mit all meinen Berichten im Verzug war, bin ich natürlich auch nie dazu gekommen, mal was außer der Reihe zu schreiben. Das wollte ich nun endlich ändern, selbst wenn ich noch immer nicht ganz aufgeholt habe. Immerhin bin ich nun endlich bei der Freiluftsaison 2018 angekommen. Ich darf nur nicht daran denken, wie viel ich seitdem schon wieder unternommen habe... :P

Vermisst jemand den Winter? Ich bin ehrlich gesagt immer froh, wenn er endlich vorbei ist, so sehr ich mich auch gefreut habe, dass in diesem Jahr endlich mal wieder etwas Schnee gefallen ist. Jussi, unser kleiner Kater, kannte Schnee aus den vergangenen Jahren nur als Erscheinung, die sofort bei Bodenkontakt schmilzt oder maximal morgens einmal als hauchdünne Schicht den Boden bedeckt. Er war dann auch sichtlich erstaunt, als der Schnee eines Morgens dick genug lag, um seine weißen Söckchen darin versinken zu lassen. Ihn bei seinem ersten Schneespaziergang zu beobachten war wirklich eine Freude. ♥

 
Im Winter habe ich außerdem zu meiner großen Freude eine alte Freundschaft wiederaufleben lassen können. Nachdem wir in der Oberstufe unserer Schulzeit sehr eng befreundet gewesen waren, hatten sich unsere Wege aller guter Vorsätze zum Trotz ziemlich schnell für fast zehn Jahre getrennt. Ich denke, wir waren beide ziemlich nervös, ob uns wie es nach dieser langen Zeit funktionieren würde, aber es hat zum Glück sehr gut geklappt! Einer unserer ersten Ausflüge führte uns nach Aachen zum Shoppen. Es wurde ein richtig schöner Tag mit Besuchen im Aquis Plaza bei Xenos (Beutelchen), Veritas (Notizbuch) und Elbenwald (Tardis Minzpastillenbox) sowie im Comicladen Bäng Bäng


Seit Ostern erhalte ich außerdem jeden Morgen Besuch von einem gefiederten Freund. Oft werde ich von einem leisen pochen an meiner Fensterscheibe wach und freue mich dann, dass der kleine Spatz wieder vorbeischaut. Ich habe keine Ahnung, was der kleine Kerl an meinem Zimmer findet, aber er kommt jedenfalls immer wieder.
 

Und dann war es letztens ja auch wieder Zeit für den Eurovision Song Contest! Obwohl ich ja eigentlich komplett andere Musik höre, zelebriere ich dieses Event jedes Jahr mit Hingabe. Gerne auch zusammen mit Freunden, obwohl das dieses Jahr leider nicht ging, weil ich an dem Nachmittag zu einem Geburtstag eingeladen war - dann eben mit Fachsimpeleien im fb-Messanger. :P 
Dieses Jahr habe ich mein Herz an den ungarischen Beitrag von AWS verschenkt. Auch Tschechien (Mikolas Josef, der junge Mann mit dem Rucksack) sowie Dänemark (die Wikinger-Boyband rund um Sänger Rasmussen) konnten ziemlich bei mir punkten. Und der extrem coolen Netta aus Israel sei der Sieg sowieso sowas von gegönnt. Insgesamt war dieses Jahr musikalisch auch mal wieder recht spannend, nachdem das letzte Jahr doch ziemlich nach eingeschlafenen Füßen müffelte.


Soweit mal wieder zum Stand der Dinge. Es bereitet mir eben hin und wieder Freude, einfach auch über diese Kleinigkeiten zu schreiben. Und als nächstes widme ich mich dann wieder der schon längst begonnenen Mittelaltermarktsaison. :)


Sonntag, 20. Mai 2018

Konzertbericht: Omnia in Heerlen

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal in den Genuss eines Konzertes von Omnia gekommen bin. Die Band hat sich in den vergangenen Jahren auf den Bühnen deutlich rar gemacht und beabsichtigt auch nicht, dies in näherer Zukunft zu ändern. Umso mehr hat es mich gefreut, als vor der nächsten längeren Konzertpause noch einmal eine Theatertour durch die Niederlande angekündigt wurde. Inklusive einem Zwischenstopp im gerade einmal 20 Kilometer von meinem Wohnort entfernten Heerlen!

Da sich der Ticketkauf im Internet für mich als nicht-Niederländer ohne Kreditkarte mal wieder als unüberwindliche Hürde erwiesen hatte, war ich gezwungen gewesen, dem Parkstad Theater bereits im Vorfeld einen kurzen Besuch abzustatten, um mir vor Ort ein Ticket zu besorgen. bei der kurzen Strecke ist das natürlich nicht so schlimm, aber es frustriert mich trotzdem immer wieder, wie schlecht die Grenzregion in manchen Beziehungen doch vernetzt ist...

Am Konzertabend bot sich den Stammbesuchern des Theaters jedenfalls ein sicherlich etwas ungewohnter Anblick, als plötzlich scharenweise Leute in alternativer Kleidung das Foyer besetzten und auf Einlass in den Theatersaal warteten. Im gut gefüllten  Saal fand sich dann schließlich ein ziemlich buntes Publikum zusammen. Omnia-Fans aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien sowie interessierte Theater-Jahreskarten-Inhaber jeden Alters hatten sich eingefunden und warteten gespannt auf den Beginn des Konzerts. Die Stimmung war, wie eigentlich immer und überall bei Veranstaltungen in den Niederlanden, locker und gelöst.

Die Gespräche verstummten sofort, als Omnia die Bühne betraten. Für die Theater-Tour hatte die Band hauptsächlich ruhigere Stücke aus ihrem großen Repertoire ausgewählt. Die Beleuchtung war minimalistisch, die Musiker wurden schlicht jeweils mit einem Spot angeleuchtet und es gab einige Teelichter. Der Großteil der Bühne lag im Halbdunkel. Das lenkte geschickt den Blick auf das Wesentliche und passte ganz wunderbar zu dem ruhigen Set.

Neben Stücken, die selten bei einer Omnia-Show fehlen, kamen die Fans an diesem Abend auch in den Genuss von länger nicht mehr live gehörten Liedern wie "Jabberwocky". Sänger Steve unterhielt die Leute außerdem noch mit teils lustigen, teils aber auch ernsten Ansagen. Natürlich machte er auch Werbung für das gerade fertig gewordene neue Remix-Album "Reflexions", welches auch wirklich unbedingt hörenswert ist (ich durfte es für jarwinbenadar rezensieren, was mir eine große Ehre und Freude war ♥) Doch auch einige schnellere Stücke wie "Kokopelli" oder "Saltatio Vita" fanden ihren Weg in das Set und bewegten doch den einen oder anderen dazu, seinen Platz zu verlassen um sich zu den Klängen bewegen zu können.

Am Ende wurden Omnia mit stürmischem Applaus gefeiert und mussten natürlich auch noch für mehrere Zugaben und zahlreiche Verbeugungen auf die Bühne zurückkehren. Das Publikum dankte es ihnen mit noch mehr Applaus und Standing Ovations. Ein Großteil setzte sich am Ende auch gar nicht mehr hin, sondern genoss die letzten Songs klatschend und tanzend im Stehen.

Gefühlt viel zu schnell war das Konzert dann aber wirklich vorbei und Omnia verschwanden, mit Aussicht auf spätere Autoramme und Fotos, hinter der Bühne. Hoffentlich dehnen sie ihre Konzertpause nicht zu lange aus, ihre fantastischen Qualitäten als Liveband werden mir wirklich fehlen!


Samstag, 19. Mai 2018

Konzertbericht: Pub Rock #3 in Dülmen

Am 24. Februar führte mich mein Weg bereits zum zweiten Mal in die Neue Spinnerei nach Dülmen. Dort fand an diesem Abend die dritte Auflauge der Pub Rock-Veranstaltung statt. In diesem Rahmen spielten gleich vier Bands in dem sympathischen Jugendzentrum.

Den Anfang machten Broken Blessing aus Oberhausen. Die junge Band, die erst im vergangenen Jahr gegründet wurde, spielte an diesem Abend tatsächlich ihr allererstes Livekonzert. So etwas darf man ja auch nicht alle Tage miterleben! Die Band meisterte die Herausforderung ziemlich souverän und stellte dem Publikum, welches doch recht zahlreich erschienen war und interessiert lauschte, ihre Musik vor, die sich im Alternative Rock/Grunge-Bereich bewegt.

Über schon mehr Liveerfahrung und vor allem auch exzessive Spielfreude verfügten Tyler Leads aus Recklinghausen. Die Jungs nutzen die kleine Bühne für eine Selbstinszenierung, die ganz großer Rockstars würdig gewesen wäre. Das machte richtig Spaß und war ansteckend. Wer Heavy Rock mag oder mal wieder eine richtig gute Rockshow sehen will, sollte den Jungs bei einem ihrer Auftritte unbedingt mal einen Besuch abstatten!


Musikalisch in einer ganz andere Richtung gingen Held der Arbeit. Optisch und inhaltlich ganz klar im Steampunk-Bereich verortet war es für die Augen schonmal eine Freude, ihrem Auftritt zu folgen. Musikalisch ging das Ganze in Richtung von frühem 80er Jahre New Wave, teils auch mit Industrial-Elementen. Eine interessante Band, deren weitere Entwicklung ich auf jeden Fall im Auge behalten möchte.


Den Abschluss des Pub Rock Konzertes bildeten in schöner Tradition Punch'n'Judy. Es dürfte sich mittlerweile wohl überall herumgesprochen haben, was für eine hervorragende Liveband diese sind, und so ließ auch an diesem Abend die Party vor der Bühne nicht lange auf sich warten. Viele der Besucher waren außerdem "Wiederholungstäter", die bei den meisten Songs der Band lautstark mitsingen konnten. So konnte dieses Konzert ja nur ein großartiger Abschluss für die dritte Pub Rock Auflage werden, und genauso kam es auch. Wäre schön, wenn wir uns alle im kommenden Jahr zu einer vierten Runde wiedersehen würden!