Ich gebe es zu: Alle Jahre wieder zieht es mich unweigerlich vor den Fernseher, wenn es wieder Zeit wird für den Eurovision Song Contest.
Es übt einfach eine ungemeine Faszination auf mich aus, sich die
Beiträge der verschiendenen Länder anzuhören. Dabei sind es selten die
oft allzu allgegenwärtigen Standard-Pop-Songs, denen man gar nicht
anhört, aus welcher Gegend Europas sie stammen könnten, die mich
interessieren. Besondere Songs, besondere Auftritte, Songs in der
Landessprache oder mit landesspezifischen Instrumenten und Eigenheiten
sind es, die den Contest wirklich spannend machen.
Mein diesjähriger Favorit steht heute im zweiten Halbfinale, welches
ich mir leider nicht werde anschauen können. Trotzdem drücke ich den
Jungs von Softengine beide Daumen, dass sie es ins Finale schaffen. Die Band tritt mit ihrem Pop-Rock Song "Something Better"
für Finnland an. Da ich eine große Schwäche für Finnland im Allgemeinen
und seine Musik im Speziellen habe, ist es wohl kein Wunder, dass der
Song sich für mich zu einem so klaren Favoriten entwickelt hat. Und ja,
ich halte diesen Song für typisch finnisch, wenn auch (leider) nicht in
finnischer Sprache gesungen. Hoffentlich findet er noch viele andere
Anhänger.
Das ist er übrigens, der finnische Beitrag:
Wie sieht es bei euch allen aus? Welche Songs sind eure Favoriten, welche gehen gar nicht?
An dieser Stelle mal ein ziemlich persönlicher
Beitrag von mir. Ich befinde mich momentan im 4. Semester eines
Masterstudiums. Es sollte das letzte Semester sein, aber mir kommen
immer größere Zweifel, dass die noch ausstehenden Aufgaben überhaupt in
der verbleibenden Zeit zu schaffen sind.
Streng genommen schwimme ich in einem rieisgen Berg zu erledigender
Aufgaben. Das Problem ist aber folgendes: Nichts geht voran, ich bin wie
gelähmt.
Viele der übrigen Aufgaben habe ich bis jetzt aufgeschoben, weil sie
mir unbequem waren. Natürlich sind sie mir auch jetzt noch unbequem,
was es nicht leichter macht. Wie es aussieht, werde ich z.B. mindestens
ein Tutorium halten müssen. Mit etwas Pech hätte ich sogar noch ein
anderes machen müssen und dies aus Unwissenheit nicht erledigt - und wie
soll ich das bis zu Beginn der Semesterferien noch schaffen? Mal ganz
davon abgesehen, dass ich ohnehin Angst davor habe, vor Menschen zu
sprechen. Schon ein einzelnes Referat bedeutet puren Stress für mich.
Daneben stehen noch ein Essay und eine Hausarbeit aus, und natürlich die Masterarbeit, für die mir auch noch die Ideen fehlen.
Nun könnte man sagen: Wo ist denn das Problem, noch ein weiteres
Semester dranzuhängen? Nun, das Problem besteht darin, dass es ein
finanzielles Desaster für mich wäre. Dieses Semester wurde mein Bafög
bereits erheblich gekürzt, weil meine Mutter einen anderen Job hat als
vorher. Auf dem Papier verdient sie jetzt mehr und könnte mich faktisch
finanziell besser unterstützen - die Realität sieht aber anders aus.
Würde ich aber ein weiteres Semester dranhängen, fiele das Bafög
komplett weg. Ich wäre gezwungen, meine Wohnung im Studentenwohnheim
aufzugeben und zu meinen Eltern zu ziehen - mehr als 3 Stunden Zugfahrt
von meiner Universität entfernt.
Manchmal bereue ich es, dass ich den Master überhaupt angefangen
habe. Schon die Zeit vor Studienbeginn war ein Alptraum, da ich in einen
heftigen Streit mit dem Prüfungsamt verwickelt war, bei dem es um eine
angeblich fehlende Note ging. Am Ende war ich psychisch so am Ende, dass
ich mir nur noch gewünscht habe, dass alles einfach aufhört. In letzter
Minute rutschte ich schließlich in den Master - doch die Freude war
getrübt.
In diesem letzten Semester fällt es mir nun unheimlich schwer,
überhaupt wieder in den Unibetrieb reinzukommen. Ich frage mich, woran
es liegt. Die Unbequeheit der letzten Aufgaben ist sicher ein Grund,
aber ist es der einzige? Ich habe von vielen Leuten gelesen, die
Probleme hatten, sich nach einem Auslandssemester wieder einzuleben. Da
ich mich während des Auslandssemesters so oft nach Hause zurückgewünscht
habe, glaubte ich nie daran, dass mir das auch so gehen würde, aber
irgendwie scheint es zu stimmen, zumindest in Bezug auf das deutsche
Uni-Leben.
Vielleicht wird es aber auch ganz generell einfach Zeit, dass ich
hier rauskomme. Zwar habe ich Angst, was aus mir nach dem Studium wird -
bei Geisteswissenschaftlern ist das ja oft so eine Sache - aber fast 6
Jahre Studium reichen einfach. Ich liebe es zu lernen und ich liebe mein
Studienfach, aber die Uni-Bürokratie und die finanzielle Abhängigkeit
sind mir schon lange lästig. Letztere führt auch noch zu der Angst, dass
meine Eltern - berechtigt - sicher verdammt wütend werden, wenn ich
nicht in der Regelstudienzeit bleibe. Auch wenn es nicht gerade
förderlich ist, dass ich Angst davor haben muss, ihnen davon zu
erzählen...
Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben. :)
Heute möchte ich, quasi als Eröffnung der neuen Rubrik
"Albumvorstellung", ein ganz besonderes musikalisches Projekt
vorstellen. Das Album trägt den Namen "Folk For The People" und
kann einzig als digitales Album über Bandcamp erworben werden. Obwohl
ich normalerweise ein großer Freund physischer Tonträger bin, ob nun auf
CD oder ganz klassisch auf Vinyl, soll dieses Projekt hier nicht
unerwähnt bleiben, und das aus gutem Grund.
Bei "Folk For The People" handelt es sich um eine
Compilation, zu der 35 internationale Folkbands beigetragen haben.
Einige Bands, insbesondere von denen aus Deutschland, den Niederlanden
und Belgien, waren mir vor Erwerb der Compilation schon bekannt, die
meisten jedoch überhaupt nicht. Es sei aber so viel gesagt: Auf dem
Album verbergen sich einige Perlen, die darauf warten, entdeckt zu
werden!
Mit Faun und The Dolmen haben zwei
Bands einen Beitrag geleistet, die beispielsweise den Besuchern des
Mittelalterlich Phanatsie Spectaculums nicht fremd sein dürften.
Freunden niederländischer Folkmusik dürften unter anderem Bands wie LEAF, Sowulo oder Kelten Zonder Grenzen ein freudiges "Oh!" entlocken und wer je die Gelegenheit hatte, die Belgier von Rastaban live zu sehen, der dürfte auch mit diesem Namen gute Erinnerungen verbinden.
Neben diesen vielleicht dem Einen oder Anderem bekannten Namen
finden sich auf der Compilation zahlreiche osteuropäische Bands,
vorrangig aus der Ukraine. Und das ist auch kein Wunder, betrachtet man
die Geschichte des Albums: Bei "Folk For The People" handelt es
sich nämlich um eine Benefiz-Compilation für die Opfer der Repression in
der Ukraine. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Compilation fließen
an die Organisation EuromaidanSOS. Bisher sind so schon um die 2500 Euro zusammengekommen.
Ins Leben gefrufen wurde die Aktion von Mich Rozek, dem Drummer der belgischen Gruppe Rastaban,
die ebenfalls auf dem Album vertreten ist. Er hat selber ukrainische
Vorfahren und die Aktion vor dem Hintergrund der Unruhen in Kiew
innerhalb kürzester Zeit aufgebaut, um den Opfern der Gewalt dort zu
helfen.
Wer sich entscheidet, die Compilation zu kaufen und herunterzuladen,
bekommt für nur 10 Euro (oder natürlich mehr, wenn er oder sie eine
größere Spende machen möchte) eine ausgezeichnete Folk-Compilation mit
mehr als 3 Stunden Musik. Dabei gibt es allerhand zu entdecken, auf das
man zufällig vermutlich nie gestoßen wäre - und man leistet einen
kleinen Beitrag zur Hilfe. Wenn das mal kein guter Deal ist!
Mal wieder Lust auf einen schönen Ausflug? Dann
lohnt ein kurzer Sprung über die niederländische Grenze in das kleine
Städtchen Arcen in der Nähe von Venlo. Dort warten die weitläufigen
Schlossgärten (niederländisch: Kasteeltuinen) auf ihre Besucher.
Kurz nach seinem Eintritt in die Gärten erhascht man einen Blick auf
den perfekt symmetrischen Teil. Obwohl das nicht unbedingt meiner
Definition von einem schönen Garten entspricht, ist es doch auf jeden
Fall beeindruckend zu sehen. Hier ist der Ausgangspunkt für eine
Gartenreise durch verschiedene Landschaften.
So findet man in den Schlossgärten in Arcen zum Beispiel ein
Rosarium, einen Wasser- und einen Berggarten, ein Tropenhaus sowie einen
"De Vallei" genannten Teil, in dem Gartenvorstellungen verschiedener
Kulturen präsentiert werden.
Besonders beeindruckt hat mich hierbei der östliche Garten. Als
Freund asiatischer Kultur fand ich es einfach wunderschön, durch
Bambushaine zu spazieren und die verschiedenen in die Gartenlandschaft
integrierten Kunstelemente wie Götterstatuen oder Pagoden zu entdecken.
Auch einige Tiere kann man in den Schlossgärten besuchen, darunter
Totenkopfäffchen, verschieden Vögel wie Storche, Flamingos, Pfaue oder
Fasane und - mein besonderes Highlight - Koikarpfen, die man füttern und
streicheln darf.
Wer dafür noch Zeit findet oder Kinder dabei hat, für die ein
ganzer Tag voll Gartenkultur vielleicht zu unspektakulär ist, für den
gibt es auf dem Gelände auch noch eine Minigolfanlage. Diese ist in den
Berggarten integriert und weist einige ganz schön knifflige Bahnen auf.
Wo es Schlossgärten gibt, da muss es natürlich auch irgendwo ein Schloss geben. Das ist auch in Arcen der Fall.
Man erreicht das barocke Schloss, welches jedoch in seinen
Grundzügen auf das 17. Jahrhundert zurückgeht, wenn man die Brücke über
den Wassergraben nimmt. Hier befindet sich auch gleichzeitig der Eingang
zu den Schlossgärten.
Generell kann das Schloss besichtigt werden,
jedoch war am Tag meines Besuches die Kapelle geschlossen, da dort
gerade eine Hochzeit stattfand.
Im Schloss erhielten wir eine kleine
Führung durch einen freundlichen Mitarbeiter. Er erzählte uns unter
anderem, warum das Schloss nicht die typische barocke Symmetrie aufweist
oder wie es dazu kam, dass die einst nur in einem Teich lebenden
Koikarpfen heute über sämtliche Gewässer der Anlage verstreut leben.
Wer eine Antwort auf diese Fragen sucht, der sollte schon einmal seine
Reise nach Arcen planen, denn ich werde sie an dieser Stelle nicht
beantworten. Schließlich soll man ja nie zu viel verraten und es ist
ohnehin viel schöner, solche Rätsel selbst zu lösen.
Die Schlossgärten in Arcen sind dieses Jahr bis zum 2. November
geöffnet. Informationen über Preise und Sonderveranstaltungen gibt es
auf der (deutschen) Homepage der Gärten:
Am Ostersonntag habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine
Convention besucht, nämlich die HobbitCon in Bonn. Das war ein sehr
interessantes Erlebnis und ich habe darüber einen Artikel für den
Onlineauftritt des Magazins "Miroque - lebendige Geschichte" verfasst. Diesen wollte ich an der Stelle hier gerne einmal teilen:
Wie angekündigt folgt hier nun mein Bericht von meinem zweiten Tag beim MPS in Dortmund.
Samstag, 03. Mai:
Mein Samstag auf dem MPS begann ungewöhnlich spät
gegen 17 Uhr. Vorher hatte ich mich einfach nicht aus dem Urlaub
verabschieden können und den Markt in Venlo besucht. Als ich dann
endlich das Veranstaltungsgelände erreichte, begrüßte mich zunächst die
Musik der Kilkenny Band. Obwohl ich mich eigentlich
zunächst einmal auf die Suche nach meinen Freunden, die schon irgendwo
auf dem Gelände herumliefen, machen wollte, blieb ich doch lieber eine
Weile vor der Bühne und lauschte den Irish Folk-Klängen der Osnabrücker
Band.
Shawn von der Kilkenny Band
Danach nahm ich die Suche wieder auf. Sie stellte sich als ziemlich
schwierig heraus, denn es war unheimlich voll auf dem Gelände, und das
sogar ganz ohne die Publikumsmagnete von Saltatio Mortis, die bei diesem
MPS nur am Mittwoch anwesend waren.
Nach etwa zwei Runden über das recht weitläufige Gelände fand ich meine Freunde dann endlich bei den Piraten von Vroudenspil
(sprich: Freudenspiel). Zu reden blieb zunächst wenig Zeit, denn direkt
im Anschluss hieß es: Schnell schnell, Bühnenwechsel, denn mit Elmsfeuer wartete eine weitere Piratenband, die angehört werden wollte.
Danach war es endlich Zeit für Celtica. Die
schottisch-amerikanisch-österreichische Combo spielt Pipes Rock und
vertonen nebst eigener Lieder auch bekannte Songs aus Rock, Pop und
Filmmusik mit viel Wumms und Dudelsack. Auch sie sind, wie schon die Ye
Banished Privateers am Mittwoch, ein MPS-Neuzugang in diesem Jahr, den
man sich nicht entgehen lassen sollte!
Weil es so schön war, schauten wir uns Celtica natürlich später auch noch bei ihrem großen Nachtkonzert an.
Celtica | Pipes Rock!
Vorher gab es allerdings noch einen anderen absoluten Pflichtpunkt im Programm: Omnia!
Die niederländischen Paganfolker zählen zu meinen absoluten
Lieblingsbands und werden auch nach über 20 besuchten Konzerten nie
langweilig.
Leider waren die Umstände in Dortmund für uns dieses
Mal etwas widrig. Wie üblich peilten wir einen Platz in der ersten Reihe
an, hatten aber wenig Glück und erwischten nur noch suboptimale Plätze
vor der Treppe, die zentral auf die Bühne führt. Ich selbst hatte dann
nachher noch das Pech, dass sich eine Fotografin vor mich stellte und
die ganze Zeit dort stehen blieb (ich hatte irgendwie angenommen, dass
sie sich nach einigen Liedern weiterbewegt. Irren ist bekanntlich
menschlich ;) . Außerdem war es generell sehr voll, da der Platz vor der
Bühne eigentlich etwas zu eng war für die Massen, die Omnia
mittlerweile anlocken. Tanztechnisch musste man sich also etwas
einschränken. Das tat der Stimmung trotzdem keinen Abbruch. Wie üblich
bei Omnia verwandelte sich selbst der Soundcheck schon
zum unterhaltsamen Erlebnis für das schon eine Stunde vor Beginn
versammelte Publikum. In ihrem Set präsentierten Omnia dann eine schöne
Mischung aus neuen und alten, ruhigen und tanzbaren Stücken. es war, wie
üblich, ein sehr schöner Auftritt.
Steve von Omnia
Nach dem Celtica-Nachtkonzert entschlossen wir uns,
das Gelände zu verlassen und uns auf den knapp einstündigen Heimweg zu
machen. Als wir den Waldweg zum Parkplatz entlangliefen, begleitete uns
aus dem Hintergrund noch das wunderschöne "Caledonia" von Rapalje. Ein perfekter Abschluss eines gelungenen MPS-Besuchs.
...und schon ist es wieder vorbei, das schöne, lange Wochenende - und mit ihm das erste MPS
(Mittelalterlich Phantasie Spectaculum) dieses Jahr in meinen Gefilden.
Für mich ging es dieses Mal nur an zwei Tagen (Mittwoch und Samstag)
nach Dortmund. An den anderen Tagen wartete ein Kurzurlaub an der
niederländischen Grenze mit meiner Familie. Aber dazu später mehr. In
diesem Eintrag soll es nun erstmal um meine Erlebnisse beim MPS gehen.
Mittwoch, 30. April:
Mittwoch Vormittag ging es los. Die Anfahrt mit der Bahn verlief
problemlos (was ja bekanntlich keine Selbstverständlichkeit ist) und das
Reisegepäck war auch ausnahmsweise einmal relativ leicht, da es nur um
eine Übernachtung im Zelt einer Freundin ging.
Zunächst spielte sogar das Wetter mit. Der Wetterbericht hatte uns
schon schlimmes befürchten lassen, aber sowohl beim Zeltaufbau als in
den ersten Stunden auf dem Gelände blieb es trocken.
So konnten wir in Ruhe Saor Patrol und Ye Banished Privateers
genießen, eine schwedische Piratenband, die dieses Jahr ganz neu auf
dem MPS ist. Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, dazu raten
sich diese coole Truppe anzuschauen. Die Band tritt bei ihren Konzerten
mit wechselnder Besetzung an, auf den Weg nach Dortmund hatten sie sich
zu elft gemacht. Obwohl die Band den meisten Besuchern vorher unbekannt
gewesen sein dürfte, gelang es ihnen in kürzester Zeit, das Publikum für
sich zu gewinnen, und das nur zurecht. Gut gespielter Piraten-Folk,
witzige Showeinlagen und lebhafte Interaktion mit den Leuten vor der
Bühne sorgten dafür, dass von Konzert zu Konzert an diesem Tag mehr
Zuschauer zur Folkbühne strömten.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Die Band hat auch ein ziemlich gutes Video zu ihrem Song "Welcome To Tortuga" gemacht:
Am Vorabend wollten wir dann die immer wieder grandiosen Mr. Hurley & die Pulveraffen
genießen, doch es sollte leider anders kommen: Mitten während des Sets
kam auf einmal Gisi (Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS) auf die
Bühne um uns von einer akuten Unwetterwarnung in Kenntnis zu setzen. Der
Himmel sah zu diesem Zeitpunkt noch total unverdächtig aus, doch wir
entschlossen uns trotzdem schweren Herzens, das Gelände vorläufig zu
verlassen und uns zu unserem Zelt zu begeben - eine weise Entscheidung,
wie sich kurz darauf rausstellte. Das Wetter kippte wirklich
blitzschnell um und wir ließen Gewitter und Starkregen von unserem Zelt
aus über uns ergehen. Die Veranstaltung musste auf Anweisung von Polizei
und Feuerwehr ohnehin kurzzeitig unterbrochen werden.
Nach dem Unwetter war es um die Motivation meiner Begleitung geschehen, so dass ich im Endeffkt alleine zum Knasterbart-Konzert
gehen musste, welches um Mitternacht beginnen sollte. Zum Glück bleibt
man beim MPS selten lange allein, so dass ich bald ein nettes Gespräch
mit meiner Nebenmann in der ersten Reihe führte, während wir auf den
Beginn des Konzertes warteten. Der ganze Zeitplan hatte sich als Folge
des Unwetters verschoben, weswegen das Konzert erst um Eins anfing. Doch
wie üblich waren Knasterbart das Warten mehr als wert, auch wenn sie dieses Jahr "nur" bis 3 Uhr Nachts spielten. Sämtliche Gossenhauer der Band wie die "Leckere Lotta" und "Mein Stammbaum ist ein Kreis" wurden zum besten gegeben und bei Instrumentalstücken wie dem "Hinterwäldlertanz"
konnte ausgiebig in den Mai getanzt werden. (Nur so nebenbei: Während
des Soundchecks, also kurz nach Mitternacht, war sogar ein Maikäfer auf
die Bühne geflattert. Das nenne ich mal symbolisch! :D )
Nach dem Konzert konnte ich es mal wieder kaum noch erwarten, das bald erscheinende Album in den Händen zu halten!
So ging der Mittwoch für mich zu Ende und nach einem kurzen
Schlafzwischenstop im Zelt machte ich mich auf den Weg in den Urlaub um
dann am Samstag für einen weiteren Tag auf das MPS zurückzukehren. Doch
das ist eine andere Geschichte, und sie soll später erzählt werden...