Samstag, 9. Januar 2016

CD-Vorstellung: Euzen - Metamorph

Dann mach ich mich mal ans Werk, auf dass es nicht wieder so lange wie im vergangenen Jahr dauert. :D Hier kommt die erste Rezension zu meiner Musik des Jahres 2015 Liste.

Interpret: Euzen
Album: Metamorph
Erschienen: 20. Februar 2015
Label: Westpark Music

Tracklist:
1. The Stage | 2. The Order | 3. Mind | 4. Wasted | 5. Phobia | 6. Vis A Vis | 7. Metamorph | 8. Me And My | 9. Ours | 10. Words | 11. Mirage

"Metamorphose". Der Duden versteht darunter eine Umgestaltung oder Verwandlung, der Begriff findet in vielen Gebieten Verwendung. Die Dänen von Euzen haben ihn nun als Vorlage für den Titel ihres neuen, Anfang vergangenen Jahres erschienenen, dritten Studioalbums "Metamorph" herangezogen.  Wie bereits bei seinen Vorgängern geht es auch auf dieser lang ersehnten Erscheinung wieder gewohnt elektronisch-experimentell zu. 

Die Musik von Euzen mit Worten zu beschreiben fällt nicht leicht, zumal sich die Band mit jeder Veröffentlichung neu zu erfinden scheint. Was jedoch auf allen Alben prägnant bleibt, sind die elektronischen Klanglandschaften, die Tausendsassa Christopher Juul - vielen auch noch von Valravn oder als Betreiber der Lava Studios in Kopenhagen bekannt - schafft. Deren Klänge fallen bei einigen Liedern von "Metamorph" ungewohnt hart aus und setzen so ganz neue Akzente in der Musik der Band. Richtig gewaltig kommen Songs wie "The Stage" oder "Wasted" durch sie rüber. Zunächst ist man überrascht, doch bald schlagen einen die Klänge in ihren Bann.

Euzen wären natürlich nicht Euzen ohne ihre Sängerin. Maria Franz weiß auch auf "Metamorph" wieder vollstens zu überzeugen, stimmlich wie auch textlich. Passend zur Musik wirkt auch ihr Gesang experimentierfreudig und schafft es mühelos, die unterschiedlichsten Stimmungen der Songs zu transportieren. In "Wasted" hört man förmlich die Wut und den Tadel über sinnlos und leichtfertig verschwendete Talente, während in "Phobia" eine mysteriös-erotische Stimmung mitschwingt. 

Überhaupt sind die Texte auf "Metamorph", wie von Euzen nicht anders erwartet, wieder äußerst interessant und vielschichtig. 0815-Liebeslieder sucht man hier glücklicherweise vergebens. Manche der Texte wie "Wasted" tragen eine klare Botschaft, der zu lauschen sich lohnt. Andere wiederum wirken durchaus kryptisch und wollen von jedem selbst interpretiert werden. So findet sich im Booklet der CD auch zu jedem der Lieder ein Wörterbucheintrag, welcher nicht immer in offensichtlichem Zusammenhang mit dem jeweiligen Song steht. 

Insgesamt besticht das Album durch ein Artwork, welches hervorragend dessen Stimmung transportiert. Die CD kommt im  schicken Digipack, welches komplett in Graustufen gehalten ist. Bandfotos gibt es keine, dafür tauchen die Musiker als Wachsfiguren auf, deren Gesichtszüge jedoch nur angedeutet sind.

Euzen fordern ihre Hörer auf dem aktuellen Album, sowohl zur Musik als auch zu den Texten muss sich jeder erst einen Zugang suchen. Doch wer aufmerksam zuhört und seinen Kopf benutzt, der wird mit "Metamorph" mit einem weiteren Meisterwerk dieser außergewöhnlichen Band belohnt. Hut ab für dieses bemerkenswerte Album!

Meine Bewertung:

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 
[5/5]

Hörprobe:


Dienstag, 5. Januar 2016

Abschied vom Phantastischen Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Dortmund

Jetzt gerade, wo ich diese Zeilen schreibe, ist er schon Geschichte, der erste Phantastische Mittelalterliche Lichter Weihnachtsmarkt im Dortmunder Fredenbaumpark. Sechs - größtenteils lange - Wochenenden konnten Besucher zwischen Advent und dem neuen Jahr eintauchen in eine nicht authentische, aber dafür umso phantastischere mittelalterliche Welt. Jedes Wochenende standen andere, namhafte Künstler aus der Mittelalter - und Folkszene auf der großen Weihnachtsbühne. Und bis auf ein Wochenende ist es mir gelungen, jeweils an mindestens einem Tag dabei zu sein.

So war es - trotz zahlreicher Widrigkeiten - auch am vergangenen, letzten Wochenende der Veranstaltung. Ganz allein machte ich mich am Samstag auf den Weg. Die Freundin, die mich eigentlich hatte gebleiten wollen, war krank geworden, andere hatten entweder keine Lust, keine Zeit, kein Geld. Das Wetter war auch mehr als bescheiden. Trotzdem kam es für mich gar nicht in Frage, diesen Besuch ausfallen zu lassen, waren doch an diesem Tag meine heißgeliebten Musiker von The Dolmen zu Gast.

Pünktlich zu deren ersten Konzert des Tages stand ich vor der Bühne im Fredenbaumpark und genoss daraufhin eine Dreiviertelstunde Folk Rock vom Feinsten. Auch den zweiten Auftritt einige Stunden später durfte ich noch sehen, nur das Nachtkonzert blieb mir leider verwehrt, wollte ich doch nicht wieder die halbe Nacht auf dem Aachener Hauptbahnhof zubringen.

The Dolmen ließen es in den ersten beiden Sets verhältnismäßig ruhig und traditionell angehen. Der Mitsing-Klassiker "Loch Lomond" wurde ebenso zum besten gegeben wie "Whiskey in The Jar". Aber auch The Dolmen-Eigenkompositionen wie "Dead Cats Don't Meow" (stets mein persönliches Highlight) oder das über zehnminütige, sehr vielschichtige "The Storm" durften nicht fehlen.

Taloch von The Dolmen

Besonders gefreut hat mich auch, dass Anja (ehemals Metusa) die Band an diesem Samstag offenbar relativ spontan wieder an den Flöten unterstützte und der Musik quasi das i-Tüpfelchen aufsetzte. Außerdem war es herrlich zu beobachten, wie viel Spaß sie und Kayleigh gemeinsam auf der Bühne offenbar hatten. :)

Neben The Dolmen standen vergangenen Samstag aber noch zwei weitere Bands auf der Bühne. Zunächst einmal wären das die Cobblestones. Diese spielten direkt im Anschluss. Um ihnen zuzuhören, machte ich es mir trotz des fiesen Dauer-Nieselregens auf einem der Barhocker im hinteren Bereich vor der Bühne bequem.

Die Cobblestones kredenzten dem Publikum Irish Folk, der schnell ins Bein ging und gute Laune machte. Auch die Ansagen waren sehr unterhaltsam und die Anzahl der "Sláinte!"-Rufe hielt sich zu meinem Glück in Grenzen. In der Vergangenheit ist es schon vorgekommen, dass meine Leute und ich förmlich die Flucht ergriffen haben, nur um diesen Ausruf nicht mehr hören zu müssen. ;)

 Martin von den Cobblestones

Mit beiden bereits erwähnten Bands teilten sich noch The Sandsacks die Bühne. Auch bei denen wurde es wieder ordentlich folkig. Musikalisch ging es in ziemlich genau die gleiche Richtung wie bei den Cobblestones - ein Setlistenvergleich offenbarte ein nicht unbedingt geringes, gemeinsames Repertoire an Traditionals.

The Sandsacks verstanden es dabei aber auch noch vorzüglich, ihr Publikum zum Tanzen zu bewegen. Selbst eine Gruppe Rentner war voller Elan mit dabei, als die Band zum Linedance aufrief und es war wohl auch definitiv der effektivste Weg, der feuchten Kälte dieses Tages ordentlich zu begegnen.

 The Sandsacks

Für mich endete der Besuch an diesem Tag nach dem bereits erwähnten zweiten The Dolmen-Auftritt dann leider auch schon. Als Wegzehrung für den langen Rückweg erstand ich am Mandelstand noch eine Tüte köstlichen Türkischen Nougat.

Obwohl ich froh war, endlich aus der Kälte zu kommen, wurde ich auch etwas wehmütig. Schließlich bedeutet das Ende des Mittelalter-Weihnachtsmarktes auch stets den Beginn der langen Winterpause. Doch glücklicherweise winken schon einige spannende Konzerte, diese ansonsten etwas triste Zeit zu füllen.

Doch jetzt heißt es erst einmal, die Erkältung auszukurieren, die ich mir an diesem Tag leider eingefangen habe. Damit ich bald wieder bereit bin für neue Schandtaten.

Meine Musik des Jahres 2015

Guten Tag allerseits! Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich in diesem neuen Jahr die Zeit gefunden habe, mich hier einmal wieder zu Wort zu melden. Trotzdem möchte ich euch allen noch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass ihr gut reingerutscht seid.

Bei mir war Silvester selbst eher unspektakulär, ich war zu Hause und habe versucht, meine kleine Katze zu trösten. Für Tiere ist dieses Fest einfach die Hölle.

Nun ist es also Zeit für meinen jährlichen musikalischen Rückblick. Ich habe lange überlegt, ob ich sowas für 2015 wirklich wieder machen soll, habe ich doch im letzten Durchgang fast das ganze Jahr benötigt, um alle angedachten Rezensionen zu veröffentlichen. Doch da pure Vernunft bekanntlich niemals siegen darf und 2015 musikalisch ein wirklich sehr produktives Jahr für viele Künstler meiner Szene war: hier ist sie, meine Liste mit der besten Musik 2015. :D


Die Favoriten:




Heilung - Oefnir


Omnia - Naked Harp

Rastaban - Arise

Seed - Portal To Elfland

Versengold - Zeitlos



Weiterhin erwähnenswert:

Die Irrlichter - Rauhnächte

Korpiklaani - Noita

Leaves' Eyes - King of Kings

Mr. Hurley & die Pulveraffen - Voodoo

Nachtgeschrei - Staub und Schatten

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist ohne Strom und Stecker

Versengold - Live

Vogelfrey - Sturm und Klang

Vroudenspil - Fauler Zauber

V/A - Herbstmond


Für die Alben von meiner Favoritenliste werde ich in jedem Fall Rezensionen schreiben und diese hier verlinken, bei denen von der zweiten Liste werde ich es ganz nach Lust und Laune halten. Es sollte mich fast schon wundern, wenn ich es bei allen schaffe. :D

Bevor ich mich aber den Alben widme, steht noch ein letzter Konzertbericht vom Phantastischen Mittelalter Lichter Weihnachtsmarkt aus. Mit etwas Glück kommt dieser noch heute.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Das fünfte Wochenende auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund

Obwohl Weihnachten mittlerweile hinter uns liegt, ist der Phantastische Mittelalterliche Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund noch lange nicht vorbei. Am vergangenen, fünften Marktwochenende war ich am Samstag wieder mit dabei. Nach einem ersten Rundgang über das Gelände, wo ich im Ausverkauf am MPS-Merchzelt ein neues T-Shirt mit Odin-Print vom Künstler Voenix für mich fand, begab ich mich zum Bühnenbereich, um dort auf den ersten Auftritt des Tages und auf meine Freundin zu warten.

Nachdem es am Wochenende davor so schön mit ihnen gewesen war, habe ich mich natürlich sehr gefreut, auch an diesem Tag wieder Faey sehen zu dürfen. Diese spielten am Samstag "nur" zwei Auftritte, die ich mir beide ansah und präsentierten dem Publikum wieder eine bunte Mischung aus Songs ihres Albums und neuen Stücken, die man wohl im kommenden Jahr auf einer neuen CD wird finden können.

Sandra von Faey

Als sich die Dunkelheit bereits über das Gelände gesenkt hatte und der Vollmond über allem auftauchte, folgte an diesem Tag noch ein weiteres, ganz besonderes musikalisches Highlight. Die Niederländer von Cesair beehrten den Markt mit einem Auftritt. Ihre Musik, die sie selbst als Epic & Mythic Folk bezeichnen, boten sie dabei in etwas anderer Form dar als sonst. Eines ihrer Mitglieder - Fieke, die normalerweise an Akkordeon, Drehleiher und Dulcimer zu finden ist - konnte an diesem Tag leider nicht anwesend sein. Dafür gab es einen guten Grund, befindet sie sich doch derzeit in Korea, um dort den Klarinettisten Romain Guyot mitsamt Kammerorchester aufzunehmen. Trotzdem hinterließ sie natürlich eine musikalische Lücke, die gefüllt werden wollte. So kam es dann, dass Cesair an diesem Abend gleich drei hochkarätige musikalische Gäste zu sich auf die Bühne einluden. Zum einen wäre des Daphyd The Crow von Omnia am Slideridoo gewesen, zum anderen Klaartje und Faber von den niederländischen Pagan Folkern Sowulo, die dem Sound der Band eine weitere Geige und ein Piano hinzufügten.

Es wurde ein großartiger Auftritt, die Band und ihre Gäste hatten offensichtlich Spaß, was sich auch auf das Publikum übertrug. Außerdem stellten auch Cesair einiges neues Material vor und weckten somit die Hoffnung, dass man im kommenden Jahr vielleicht endlich mit einem richtigen, vollständigen, neuen Album rechnen darf. Schön wäre das in jedem Fall. Sogar Geschenke fürs Publikum hatte die Band mitgebracht, hübsch eingepackt warfen sie sie gegen Ende des Auftritts in die Menge. Wenn das mal keine schöne Geste war! :)

Monique von Cesair

Nach dem Auftritt von Cesair fanden meine Freundin und ich Zeit für einen Besuch bei Gisi's Kuhmilch und Kakao Kaschemme, wo ich eine leckere karibische Milch mit Bananen und Kokossirup trank. Gegessen hatten wir schon vorher bei unserer allgemein heißgeliebten Spätzleküche. Ich hatte mir an diesem Tag dort sogar die Deluxe-Spätzleversion mit Hirschrahmsauce und Preiselbeeren gegönnt. So. Unglaublich. Lecker!

Ein letzter Auftritt stand noch an an diesem Samstag Abend. Eigentlich hatte ich schon längst auf dem Heimweg seien wollen, aber die Neugier überwog dann doch. Außerdem hofften wir, dass sich das letzte Konzert zum Poispielen eignen würde (was es im Endeffekt leider nur bedingt tat, aber egal). An diesem Tag sollten nämlich Elfenthal auftreten. Wem das noch nichts sagt: Elfenthal ist das Projekt von John Kelly (ex Kelly Family) und seiner Frau Maite Itoiz, einer spanischen Sopranistin. Zusammen haben die beiden eine Band geschaffen, die einen Bogen zwischen alter Musik und einer Rockoper zu schlagen sucht. Obwohl wir an diesem Abend eindeutig mehr aus dem Rockoper-Bereich zu sehen bekamen, schimmerte die ruhige Seite dieses Projektes immer wieder durch. Zwischenzeitlich wurden von Maite immer wieder kleine Texte und Gedichte vorgelesen. Außerdem gab es sogar immer mal wieder choreografische Einlagen von John und seiner Frau, so wurden auch schonmal die Schwerter geschwungen. Man merkte der ganzen Show den liebevoll durchdachten Ablauf wirklich an. 
Musikalisch hat mich das Ganze etwas an Blackmore's Night erinnert und traf zugegebenermaßen nicht so hundertprozentig meinen Musikgeschmack, aber den Auftritt an sich werde ich so schnell nicht vergessen.

Hier gibt es mal einen kleinen Eindruck in das, was Elfenthal so machen: 


Bis zum Ende bleiben konnte ich aber leider nicht, sonst hätte ich meinen letzten Zug verpasst. Dachte ich zumindest. Im Endeffekt hätte das gar nichts gemacht, aber das konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen. Beim Eintreffen am Bahnhof erreichte mich die freudige Botschaft, dass mein Zug laut Anzeigetafel nicht bis nach Aachen, sondern nur bis Düsseldarf fahren sollte. Der Aushang stimmte dem zu, die App nicht. Mir wurde es in jedem Fall zu heikel und ich schwenkte auf den RE1 nach Aachen um. Der leider nicht in meiner Heimatstadt hält. Es entpuppte sich trotzdem als die richtige Entscheidung, denn als ich um 02:53 Uhr Aachen wieder verließ, war mein eigentlich angepeilter Zug dort noch immer nicht eingetroffen. Ungefähre Verspätung von 120 Minuten hieß es zuletzt. Ob er wohl je ankam? Ich jedenfalls fiel gegen halb vier glücklich ins Bett. Es war trotz aller Bahnwidrigkeiten ein schöner Tag!

Freitag, 25. Dezember 2015

Faey auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund

Der 4. Advent stand für mich bei meinem Besuch auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund ganz im Zeichen der Band Faey. Die Folkband aus dem Süden Deutschlands ist noch recht neu auf dem MPS, kann aber im nächsten Jahr auf gleich mehreren Terminen der Veranstaltung gehört werden.

Am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt spielten Faey drei Auftritte, die ich mir auch alle angesehen habe. Der sympathischen Gruppe rund um Sängerin Sandra Elflein gelang es zum Glück schnell, das Publikum für sich zu gewinnen, sodass schon beim ersten Set viele der vorbeischlendernden Besucher vor der Bühne halt machten und sich das Konzert anschauten. Zu den späteren beiden Auftritten wurde es dann auch immer voller. Überhaupt war es an diesem Sonntag unheimlich voll - eigentlich auch kein Wunder, lagen die Temperaturen doch mit über 10°C weit höher als bei so manchem Sommer-MPS. Und im Sommer haben wir noch darüber gelacht, dass man auf dem Weihnachtsmarkt zelten kann...

Faey präsentierten an diesem Tag natürlich bekannte Stücke ihres ersten und bisher noch einzigen Albums "Golden Apples", darunter das energiegeladene Instrumental "Gipsy" oder das melancholische "Sehnsucht", hatten jedoch auch eine große Ladung an neuen Stücken dabei. Da wäre zum Beispiel "Wonderland", der wohl fröhlichste und beschwingteste Song, der jemals über eine Nacht mit üblem Filmriss geschrieben wurde. Oder "Flutterby", ein grundpositives Lied über die Dinge, die Sängerin Sandra gerne mag und das sie laut Ansage geschrieben hat, um sich selbst aufzumuntern, als es ihr nicht gut ging. Desweiteren gab es auch noch ein Trinklied, welches irgendwie doch kein Trinklied werden wollte und noch einiges mehr. Im kommenden Jahr darf man also wohl auf ein neues Album von Faey hoffen und nach dem, was man am Sonntag zu hören bekam, darf man durchaus gespannt-vorfreudig hoffen.

Sandra Elflein von Faey

Um sich den Markt entspannt anzuschauen, war der vergangene Sonntag wahrlich nicht der ideale Tag. Das gute Wetter hatte anscheinend die größte Zuschauermenge angelockt, die sich je an einem Tag auf ein MPS verirrt hat. Bewegung über das Gelände machte dies schwierig, weswegen meine Begleitung und ich den größten Teil des Tages in Bühnennähe ausharrten. Schon die Nahrungssuche gestaltete sich schwierig und ich war froh, dass mein gewünschter Nahrungslieferant an diesem Tag - die Süße Bude mit ihren leckeren Dracheneiern - sich in unmittelbarer Bühnennähe befand. Für den Heimweg gab es dann noch eine Tüte ebenfalls sehr leckerer Weihnachtsengel-Mandeln.

Wer Lust bekommen hat, den PLWM in Dortmund auch einmal zu besuchen, hat noch zwei Wochenenden Zeit dazu. Morgen geht es wieder los. Auch wer Lust hat, sich Faey einmal selbst anzuschauen, hat morgen noch einmal die Chance dazu. Ich werde mir das jedenfalls nicht entgehen lassen!

PS: Mit den Fotos hinke ich leider gnadenlos hinterher, aber sie kommen. Versprochen! :D

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Neues Video: Versengold - Die Namen von Millionen

Im allgemeinen Vorweihnachtsstress habe ich es nicht mehr geschafft, meinen Bericht zum Besuch auf dem Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund am vergangenen Sonntag zu verfassen. Heute ist es schon so spät und morgen werde ich dazu auch keine Muße haben. Das Ganze muss also mindestens mal bis Freitag warten.

Ganz ohne Weihnachtsgrüße wollte ich dann aber doch nicht untertauchen und da traf es sich ganz gut, dass die wunderbaren Herren von Versengold pünktlich zum Weihnachtsfest ein neues Musikvideo veröffentlicht haben, welches ich hier wie üblich gerne vorstellen möchte.

"Die Namen von Millionen" stammt vom aktuellen Studioalbum "Zeitlos" und ist ein sehr nachdenkliches Stück für mehr Vielfalt, Frieden und Toleranz auf dieser Welt. Eine Botschaft, die gerade in diesen Tagen kaum aktueller sein könnte und leider doch viel zu oft überhört wird.


Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit, lasst euch nicht stressen oder von der Familie in den Wahnsinn treiben, auch wenn es manchmal schwerfällt. ;)

Samstag, 19. Dezember 2015

Von aufblasbaren Bananen und Schlüsselbund-Glöckchen - Endlich wieder auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund

Nach einem nicht geplanten Totalausfall am vergangenen Wochenende und der damit extrem ärgerlicherweise verpassten Chance, die großartigen Ye Banished Privateers noch einmal live zu sehen, ging es gestern endlich wieder nach Dortmund zum PLWM. 

Schon das vierte Veranstaltungs-Wochenende gastiert der Phantastische Mittelalterliche Lichter Weihnachtsmarkt dieses Jahr schon im Fredenbaumpark in der Dortmunder Nordstadt und hat es dabei in diesem Jahr ganz und gar nicht einfach. Das Wetter könnte unweihnachticher nicht sein, immer wieder hatte man in dieser Zeit Probleme mit Sturm und starken Regenfällen. Auch die Besucherzahlen sind - wetterbedingt? - rückläufig. Es ist ein Trauerspiel, zusehen zu müssen, wie der Markt in diesem Jahr gegen diverse Widrigkeiten zu kämpfen hat.

Wir selber standen gestern pünktlich zur Eröffnung am frühen Nachmittag am Eingang und begehrten Einlass. Unser erster Gang führte uns einmal wieder zum Miroque-Stand, wo eine tolle Überraschung auf uns wartete. Wie bereits im vergangenen Jahr hatte man dort einen kleinen Schlussverkauf eingerichtet, bei dem es ältere Miroque-Hefte, Bücher zu mittelalterlichen Themen und natürlich CDs und DVDs zu sehr günstigen Preisen zu bekommen gab. Für nur 5 Euro ist meine Musiksammlung nun um drei Titel reicher (Subway To Sally - Nackt II Ltd. Edition CD + DVD | Vermaledeyt - SaltaNeo, signiert | Mikuskovics Baum - Lux Natus Est). Ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk von Miroque an die Besucher! ♥

Dann stand auch schon das erste Konzert des Tages auf dem Programm: Saor Patrol spielten auf. Wir genossen die schottischen Pipes and Drums Klänge und außerdem den Spaß, den die Jungs mit einer geschenkten aufblasbaren Banane hatten. Und man soll kaum glauben, wie viel Spaß man mit so einem Ding haben kann. :D

Charlie Allan von Saor Patrol

Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon weiter mit Waldkauz, einer wirklich tollen, jungen Pagan Folk Band aus Hildesheim. Ich empfehle wirklich, ihnen mal beide Ohren zu leihen, ob nun live oder auf ihrem in diesem Jahr erschienenen ersten Album "Komm' mit", welches ich hier auch bald einmal vorstellen werde. Schließlich nähern wir uns dem Jahresende und es wird somit Zeit für die Musik des Jahres. ;) Nach dem Auftritt besuchte ich das kleine Merchzelt der Band und bin nun stolzer Besitzer eines Waldkauz-Shirts. Ausnahmsweise ist es sogar nicht schwarz, sondern braun. :P

Nach dem ersten Set von Waldkauz nahmen wir uns die Zeit, für eine Runde über das Gelände und die Nahrungssuche. Meine Wahl fiel an diesem Tag auf einen Schmachtlappen von Wallners Steinofenbäckerei. Dabei handelt es sich um einen Brotfladen belegt mit Schmand, Schinkenwürfeln und Gouda. Sehr, sehr lecker. 

Gut versorgt begaben wir uns im Anschluss zur Feuershow von Danse Infernale. Diese war wirklich beeindruckend schön.

Waldkauz

Mit dem zweiten Waldkauz-Set ging unser Tag auf dem PWLM dann auch schon vorbei. Für dieses Konzert hatte sich die Band noch eine ganz besondere Mitmachaktion für das Publikum ausgedacht. Man sollte ein Lied mit seinem Schlüsselbund rhytmisch klingelnd begleiten, um für ein bisschen Weihnachtsflair zu sorgen. Das klang wirklich gut und es machten auch viele Zuschauer mit. Jemand bekam sogar einen Sticker geschenkt für den ersten "Ausziehen!"-Ruf während eines Waldkauz-Auftritts. Es war ein wirklich sehr schönes Konzert.

Wer die Band gerne live sehen möchte, hat heute noch einmal die Chance dazu. Ich selber pausiere heute mal (die Weihnachtsplätzchen backen sich schließlich auch nicht von selbst!), aber morgen geht es dann wieder nach Dortmund. Auf dem Programm stehen dann Saor Patrol und Faey. Ich freu mich drauf! :)